Willkommen beim VSD Austria

 

 

 

 

 

Profibanden auf Einbruchstour, Raubüberfälle und immer mehr Ladendiebstähle - die Kriminalität in Österreich nimmt ständig zu. Ganz besonders im Einzelhandel: Die jährlichen Schäden für die heimischen Unternehmen  (und damit letztendlich auch für alle Mitarbeiter) gehen in die Millionen!

Die Plattform "Vereinigung für Sicherheit im Handel" (VSD Austria) will diesem negativen Trend entschieden  entgegentreten. Erfahrungsaustausch, Zusammenarbeit und international erprobte Präventionsmaßnahmen sollen zum Erfolg führen.  "Wir bieten damit erstmals Händlern (egal ob Bauwaren, oder was auch immer..?), Lieferanten und andere Verbänden ein unabhängiges  und effektives  Forum", so Robert Spevak von VSD Austria.

GlobalesDiebstahlbarometer 2011

 

487 Millionen Euro Schwund wird der heimische Einzelhandel erreichen. Nach zwei rückläufigen Jahren bedeutet das einen Anstieg um 7,2% im Zeitraum von Juni 2010 bis Juli dieses Jahres.

 

Europaweit lag der Wert bei 36,3 Mrd. Euro, zitierte die Wirtschaftskammer Oberösterreich (WK OÖ) in einer Aussendung aus dem globalen Diebstahlbarometer. Rasierklingen und -artikel sowie MP3-Player und Smartphones gehören zu den am häufigsten entwendeten Waren.

Der Schwund in Österreich ist laut den Erhebungen zu 56,5 Prozent auf Ladendiebe, zu 23 Prozent auf Mitarbeiter, zu 5,9 Prozent auf Lieferanten bzw. Hersteller und zu 14,6 Prozent auf interne Fehler zurückzuführen.

 

Die durchschnittlichen Aufwendungen für Sicherheit im europäischen Einzelhandel werden mit 0,3 Prozent des erzielten Gesamtumsatzes beziffert.

 

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Aufklärung

Die vielen Tricks der Ladendiebe

Bianca Blei, der Standard

 

Das "Trojanische Pferd" und andere Tricks

Der "Trojanische Pferd-Trick" kommt dann aber doch nur bei professionellen Dieben zu Anwendung. Dabei wird eine Tasche auf einen Warenstapel gestellt und durch eine Öffnung an der Unterseite die Beute direkt in die Tasche gezogen. Prozentuell sind aber nur 10 Prozent aller Ladendiebe "professionell". Der größte Teil besteht aus "stehlenden Normalkunden", die nicht mit der Absicht zu stehlen ein Geschäft betreten (75 Prozent). 

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Ladendiebstahl – ein Kavaliersdelikt?

 

Zwischen 500 und 800 Millionen Euro pro Jahr beziffern Experten den Schaden heimischer Einzelhandelsunternehmen durch „Inventurdifferenzen“.

 

Hinter diesem harmlos klingenden Begriff verbergen sich oft kriminelle Handlungen, die für Branchen mit geringen Margen durchaus zur Existenzbedrohung werden können.

 

Schätzungen über den Wert der gestohlenen Waren belaufen sich auf etwa ein bis 1,5 Prozent des Einzelhandelsumsatzes. Der Schaden reicht von einer Schwächung des Eigenkapitals und der Verminderung des Gewinns über eine betriebswirtschaftliche

Krise eines Handelsunternehmens bis zu dessen Insolvenz“, umreißt Fritz Aichinger, Obmann der Bundessparte Handel, die Folgen von Ladendiebstahl. „Und neben Einbußen für den Fiskus werden auch Arbeitsplätze vernichtet.“

 

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Kooperation „Unternehmen Sicherheit“ der BWK Österreich mit dem BMI

WKÖ-Präsident Dr. Christoph Leitl WKÖ-Präsident Dr. Christoph Leitl

Die Kooperation „Unternehmen Sicherheit“ wurde bereits im Jänner 2010 auf Initiative vom Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich Dr. Christoph Leitl zwischen den Wirtschaftskammern Österreichs (WKO) und dem Bundesministerium für Inneres (BMI) beschlossen.  

 

Ziel ist es die bereits vorhandene Zusammenarbeit mit der Polizei bundesweit zu intensivieren und Informationen im Bereich der Kriminalpräventionsarbeit an die Mitgliedsunternehmen zu transportieren.

 

Nähere Informationen finden Sie unter: Kooperation „Unternehmen Sicherheit“

Organisiertes Verbrechen

 

«Die Banden klauen auf Bestellung»

von Hans Peter Arnold - Die Zahl der Ladendiebstähle steigt. Und immer mehr Profis gehen auf Diebestour. Davon profitieren die Sicherheitsfirmen.

 

Fette Beute für Langfinger: Eine Milliarde Franken verlor der Schweizer Detailhandel im vergangenen Jahr wegen Diebstählen. Das entspricht ziemlich genau einem Prozent ihres Umsatzes, wie die Statistik des britischen Forschungsinstituts Centre for Retail Research zeigt. Schwacher Trost: Indien führte im Jahr 2010 das Diebstahlbarometer mit einer Rate von 2,7 Prozent an. Am tiefsten sind die Einbussen in Taiwan (0,87 Prozent).

Die Schadenquote in der Schweiz lag 2010 zwar leicht unter dem Vorjahr (1,03 Prozent). Doch der günstige Trend scheint bereits wieder gebrochen. «Im laufenden Jahr stellen wir wieder eine deutliche Zunahme von Ladendiebstählen fest», klagt Heinz Schibli, Präsident der Vereinigung für Sicherheit im Detailhandel, VSD Suisse, und Leiter des Sicherheitsdienstes der Genossenschaft Migros Aare.

Die Warenhäuser hätten es vermehrt auch mit organisierten Banden zu tun. «Bei denen wird auf Bestellung gestohlen», berichtet Schibli. Besonders beliebt seien Produkte, die sich von den Ganoven leicht verkaufen ließen. Die Diebe treiben ein Wettrüsten an. Detailhändler arbeiten mit Sicherheitsfirmen an immer neuen Innovationen.

Bei der Schwundbekämpfung stellt sich nicht nur die Frage, wie der einzelne Fall zu lösen ist - es gilt vielfältig zu analysieren:

 

  • Welche Typen von Schwund gibt es?
  • Was sind die Auslöserursachen?
  • Was ist ihre Motivation von Personal-, Lieferanten- oder Kundendiebstahl?
  • Womit kann man nachhaltig entgegenwirken?

 

Unterdessen darf der Kunde und das präsentierte Produkt nicht aus den Augen verloren werden. Schließlich kann man durch rein defensive Maßnahmen (wie z.B. Wegschließen der Ware) nahezu alle Verluste verhindern - aber beeinträchtigt so auch die Umsätze.

 

Der Markt für „Lösungen“ des Inventurdifferenzenproblems ist divers und unübersichtlich, man findet viele überzogene Versprechen und einige interessante Ansätze. Oft ist das Grundprinzip, den Warenzugriff zu erschweren - was für ehrliche Kunden hinderlich ist. Es kann aber keine Lösung sein, gesunkene Inventurdifferenzen mit Einbußen bei Kundenzufriedenheit oder Umsatz zu erkaufen.

 

Lösungsansätze zeigen wir unter der Rubrik "manipulationssichere Verpackung" auf.

 

 

 

 

 

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