Den „Warenschwund“, also den durch Kriminalität und Verschwendung verursachten Inventarverlust in Prozent des Umsatzes, hat das britische Center for Retail Research für den Zeitraum Juni 2010 bis Juli 2011 global erhoben.

 

In Europa belief er sich auf 36,3 Milliarden Euro, in Österreich auf 487 Millionen Euro. Das ist eine Zunahme um 7,2 Prozent. Und eine Trendumkehr: In den zwei Jahren zuvor war die Schwundrate im österreichischen Handel jeweils um 2 Prozent gesunken.

 

Fast 57 Prozent des „Warenschwundes“ gingen in Österreich im Untersuchungszeitraum aufs Konto von Ladendieben, 10 Prozent mehr als im europäischen Durchschnitt. Das liegt daran, dass Österreich aufgrund des hohen Lebensstandards für Ladendiebe besonders lukrativ erscheint Hinzu kommt, dass in anderen Ländern Security und Polizei in gefährdeten Häusern viel präsenter sind, da sind wir hier noch viel zu gutgläubig.

 

Geschäfte mit auffälligen „Schwundraten“ sollten vermehrt auf Kaufhausdetektive und Überwachungskameras setzen, rät der VSD-Austria. Wird ein Ladendieb erwischt, soll er angezeigt und für entstandene Aufwendungen dem Ladendieb „Regresskosten“ verrechnet werden. Doch nicht nur Ladendiebe sorgen für steigenden Warenschwund, sondern auch Lieferanten, deren Mitarbeiter es mit der gelieferten Stückzahl oft unbemerkt nicht so genau nehmen.

 

Den Grund für den neuen Trend zum Ladendiebstahl sieht der VSD-Austria in der modernen Lebensführung: „Die Kosten für Sprit oder Strom steigen, für SmartPhones oder Computer gibt man immer mehr aus – da glauben halt manche, sie müssten sich bei Dingen des täglichen Gebrauchs gratis bedienen.“

Download
Diebstahlsbarometer 2011
GRTB 2011 GERMAN[1].pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.5 MB