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Kampf den Dieben - Regal 11/2010
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Polizei und Wirtschaft arbeiten stärker zusammen

Betriebsspionage richtet hierzulande jährlich einen Schaden von rund drei Milliarden Euro an, Ladendiebstahl etwa 460 Millionen Euro. Die Wirtschaftskammer Österreich und das Innenministerium weiten nun ihre bestehende Zusammenarbeit im Bereich Kriminalprävention aus: Bereits vorhandene Kooperationen sollen standardisiert auf das ganze Land bzw. auf verschiedene Branchen ausgedehnt werden. apa wien Vorerst soll u. a. ein „SMS-Infodienst“, den es bisher als Informations- und Warnsystem nur für den Handel in Wien gegeben hat, österreichweit und auch auf andere Branchen wie Tankstellen ausgedehnt werden. 513 Mal habe es im Vorjahr Tankstelleneinbrüche gegeben, weshalb dieser Bereich nun einen eigenen Schwerpunkt in der Kriminalprävention - vom Schutz vor Treibstoffdiebstahl bis zum Schutz vor Kreditkartenbetrug - darstelle, so Innenministerin Fekter. Ebenfalls einen Schwerpunkt soll der IT-Bereich bilden. Beratungen durch die Exekutive und entsprechende Personalschulungen sollen intensiviert werden und in speziellen Projekten für einzelne Branchen Strategien zur Verbrechensvermeidung erarbeitet werden. Auch stellt die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft nun eine Art Betreuungshilfe - eine „Ersatzkraft“ - für Kriminalitätsopfer, sagte Wirtschaftskammer-Chef Leitl. Laut einer Telefonumfrage des Market-Instituts im Auftrag der Wirtschaftskammer vom vergangenen Dezember fühlen sich 80 Prozent der insgesamt 500 befragten heimischen Unternehmen „sehr sicher“ bis „sicher“, kein Opfer von kriminellen Handlungen zu werden. 20 Prozent hingegen fühlen sich „weniger sicher“ bis „gar nicht sicher“. Besonders über Einbrüche und Diebstähle machen sich Unternehmer Sorgen, am wenigsten befürchtet man Diebstähle durch eigene Mitarbeiter oder IT-Straftaten.

 

© SN/SW

Das relativ niedrige Niveau der Inventurdifferenzen stellt keinen Anlass dar, Investitionen in Präventiv- und Sicherheitsmaßnahmen zu vernachlässigen.

 

Auch kritische Medienberichte sollten ein Handelunternehmen nicht davon abhalten, dort, wo es notwendig erscheint, unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der Persönlichkeitsrechte von Kunden und Mitarbeiter Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen sinnvoll und gezielt einzusetzen", so

 

Das relativ niedrige Niveau der Inventurdifferenzen stellt keinen Anlass dar, Investitionen in Präventiv- und Sicherheitsmaßnahmen zu vernachlässigen.

 

Auch kritische Medienberichte sollten ein Handelunternehmen nicht davon abhalten, dort, wo es notwendig erscheint, unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der Persönlichkeitsrechte von Kunden und Mitarbeiter Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen sinnvoll und gezielt einzusetzen", so

 

Robert Spevak, ehem. bauMax

 

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Gott sei Dank denkt man im Normalfall nicht an Diebstahl oder Manipulation. Aber wenn so ein Fall dann doch eintritt, dann fühlt man sich oft hilflos und weiß nicht, was man machen soll bzw. was man überhaupt darf. Damit aber schnell reagiert werden kann und dadurch Schaden soweit möglich verhindert wird, ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter keine Hemmungen oder Unentschlossenheiten zeigen. Ein "Erste-Hilfe-Kurs" für die Inventurverlustvermeidung sollte daher vorbeugend in keinem (Handels-)Unternehmen fehlen!

 

Mag. Katja Häusler

Leitung Qualitätsmanagement und Controlling Fressnapf Handels-GmbH

 

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"Über die Kassen in unseren Märkten geht zum Teil wesentlich mehr Geld wie bei Banken und Postämtern udgl. in kleineren Gemeinden. Trotzdem wenden wir im Verhältnis zu diesen nur einen Bruchteil an Sicherheitsmaßnahmen auf.


Schützen wir einerseits unsere Mitarbeiter an den Kassen durch spezielle Schulungen und Erfahrungsaustausch vor Manipulationen und Diebstählen durch Kunden und andererseits unsere Unternehmen durch gezielten Einsatz von Loss Prevention vor Manipulationen und Diebstahl durch Mitarbeiter."
 

  

Peter Feurstein, Aspiag